Day 8#: Berlinale 2026: ARTE-Empfang, Haltung und Film als Softpower
ARTE setzt auf Europa und Talentförderung
Im Mittelpunkt des Empfangs steht ein klares Signal: Dank an die Kreativen. Autorinnen, Regisseure, Produzentinnen und Produzenten prägen mit Leidenschaft und Beharrlichkeit das Programm. ARTE versteht seine Aufgabe darin, ein weltoffenes, europäisches Angebot zu gestalten, Koproduktionen zu stärken und unabhängige Produzierende gezielt zu unterstützen.
Zugleich wird Film als kulturelle Softpower diskutiert. Geschichten erreichen Menschen emotional. Sie schaffen Verbindung und eröffnen Perspektiven. Gerade in einem europäischen Kontext wird diese emotionale Kraft als Teil kultureller Souveränität verstanden.
Historische Stoffe und gesellschaftliche Verantwortung
Ein tschechischer Zweiteiler über die Vertreibung der deutschstämmigen Bevölkerung nach 1945 steht exemplarisch für europäische Zusammenarbeit. Das Projekt, das in Deutschland bei ARTE ausgestrahlt wird, verhandelt ein sensibles Kapitel der Geschichte aus differenzierter Perspektive.
Mit „Tod meiner Jugend“ rückt ein Film über Kindesmissbrauch in den Fokus. Regie und Hauptrolle liegen in einer Hand. Der Anspruch ist klar formuliert: Aufmerksamkeit schaffen, Verantwortung betonen, Kinder schützen. Film wird hier als Mittel verstanden, gesellschaftliche Themen sichtbar zu machen.
Auch das Drama „Turgaud“, das Machtmissbrauch und moralischen Verfall thematisiert, sowie ein Film über eine belagerte Stadt und den Überlebenskampf ihrer Bewohner unterstreichen die Bandbreite der erzählten Geschichten.
Extravaganza und Branchentreff
Neben inhaltlichen Debatten prägt Networking den Tag. Bei der Berlinale Extravaganza kommen mehrere Schauspielagenturen zusammen. Gespräche über Casting, Karrierewege und neue Projekte zeigen die Berlinale als Arbeitsplattform der Branche. Für viele Filmschaffende bleibt das Festival ein Ort, an dem kreative Netzwerke wachsen.
Festivalrahmen
Die Berlinale bündelt Wettbewerb, unabhängige Produktionen und Branchenevents zu einem dichten Festivalgeschehen. Premieren, Diskussionen und Empfänge greifen ineinander. Internationale Filmschaffende treffen auf Produzierende und Agenturen. So entsteht ein Raum, in dem Film nicht nur präsentiert, sondern verhandelt und weitergedacht wird.
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