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Day 7#: Berlinale 2026: Cinema for Peace und die Frage nach der Demokratie

Auf der Cinema for Peace Gala trifft Weltpolitik auf Filmkultur. Zwischen prominenten Gästen, gesellschaftlichem Engagement und der großen Frage nach der Zukunft der Demokratie zeigt sich, wie politisch das Festival sein kann, auf und neben der Leinwand.
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Zwischen Gala und World Forum

Die Cinema for Peace Gala rückt in diesem Jahr zentrale Zukunftsfragen in den Mittelpunkt. Bereits im Vorfeld tauschten sich internationale Gäste beim World Forum über globale Entwicklungen und gesellschaftliche Verantwortung aus.

Im Fokus standen dabei die Rolle demokratischer Werte, der Schutz von Menschenrechten sowie der Umgang mit weltweiten Herausforderungen. Unterschiedliche Perspektiven aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft machten deutlich, wie eng diese Themen miteinander verknüpft sind.

Am Abend bringt die Gala Filmschaffende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik sowie engagierte Persönlichkeiten zusammen. Ziel ist es, Aufmerksamkeit für Frieden, Umweltschutz und humanitäre Projekte zu schaffen und konkrete Unterstützung auf den Weg zu bringen.

 

Können Filme die Welt verändern?

Ein Satz von Jurypräsident Wim Wenders prägt viele Gespräche: Filme können die Welt verändern. Die Einschätzungen fallen eindeutig aus.

Der Film durchbreche Filterblasen, ermögliche Perspektivwechsel und schaffe emotionale Zugänge zu anderen Lebensrealitäten. Gerade in Zeiten algorithmischer Wiederholungen könne Kino neue Denkräume öffnen.

Mehrere Stimmen betonen, dass Kunst nie unpolitisch sei. Allein die Entscheidung, welche Geschichten erzählt werden, habe gesellschaftliche Relevanz. Filme transportierten Botschaften, übten Kritik oder spendeten Hoffnung. Selbst ein Liebesfilm könne Haltungen verschieben, indem er Empathie fördere.

Auch aktuelle Projekte greifen diese Verantwortung auf. Initiativen gegen Desinformation und Manipulation zeigen, wie eng Medienkompetenz und Demokratie zusammenhängen. Serien wie All Heroes Are Bastards, gefördert in Nordrhein-Westfalen, verbinden gesellschaftliche Fragen mit popkulturellen Elementen.

Festivalprogramm zwischen Wettbewerb und Diskurs

Parallel zur Gala spiegelt auch das offizielle Festivalprogramm die politische Dimension des Kinos wider. Im Wettbewerb laufen internationale Produktionen, die sich mit Identität, Migration und gesellschaftlichen Umbrüchen auseinandersetzen.

In den Sektionen Panorama und Forum rücken dokumentarische und experimentelle Arbeiten in den Fokus. Talks und Panels im Berlinale HUB schaffen Raum für direkten Austausch zwischen Publikum und Filmschaffenden.

So zeigt sich erneut, wie eng Festival, Filmförderung und gesellschaftlicher Diskurs miteinander verwoben sind. Die Berlinale bleibt ein Ort, an dem Kino nicht nur unterhält, sondern Haltung zeigt und vielleicht tatsächlich ein Stück Welt verändert.

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